Liebe National Geographic,
du becirct Deine werte Leserschaft ja am liebsten mit prachtvollen, großflächigen Fotographien aus Natur- und Kulturlandschaften des gesamten Globus – so geschehen auch in Deiner aktuellen Sonderausgabe, die sich gänzlich dem blätterwäldlerischen Lieblingthema dieser Tage verschreibt: China.
Dass dein ausgeprägter Sinn für Ästhetik allerdings noch viel weiter reicht, beweist uns folgendes Zitat von Seite 46 der besagten Postille, mit dem Du uns klar machen willst, dass Du selbst bei Druckfehlern wenigstens immer die denkbar schönste Variante auszuwählen geneigt bist:

„But when we were young, sex was a tatoo for us.“

Nun, brilliant ausgewählt, liebe NG, schließlich hätten die ja ebenfalls denkbaren Tippfehlerchen
sex was a Yahoo for us oder gar
sex was a kazoo for us
nicht annähernd vergleichbare künstlerische Strahlkraft besessen.
Und eigentlich wollte die von Dir zitierte chinesische Dame ja auch nur darauf hinweisen, dass zu Zeiten der Kulturrevolution selbstverständlich jegliche journalistische Beschäftigung mit Independent-Musik gnadenlos unterdrückt wurde:
„When we were young, SPEX was a taboo for us.“

Admin